Logo: Zentrales Knochenmarkspender-Register für die Bundesrepublik Deutschland gemeinnützige GmbH
» Die Wahrscheinlichkeit zu weiteren Untersuchungen
gebeten zu werden liegt bei 10%. «
Nur etwa 1% der registrierten Spender spenden tatsächlich Blutstammzellen
» Das ZKRD verfügt über Daten von mehr als 8.000.000
potenziellen Spendern aus ganz Deutschland! «
Jährlich werden über 7.000 Transplantationen mit einem deutschen Spender durchgeführt.
» Das ZKRD ist die größte Datenbank in Europa und
eines der leistungsfähigsten Register weltweit. «
Jährlich werden rund 30.000 Anfragen aus dem In- und Ausland bearbeitet.
» Das ZKRD kann auf Daten von weltweit
über 34.000.000 Spendern zugreifen! «
Für 9 von 10 Patienten wird ein geeigneter Spender gefunden.
» 75% der Patienten haben nach 3 Monaten ihren passenden Spender gefunden! «Häufige HLA-Merkmale kommen in Deutschland mit einer Frequenz von 1:300 vor.

Geänderte Aufnahmekriterien für freiwillige Blutstammzellspender 26.02.2015

Zugehörigkeit zu „Risikogruppen“ kein Ausschlusskriterium mehr bei der Registrierung

Die vom Zentralen Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) heraus¬gegebenen „Deutschen Standards für die nicht verwandte Blutstammzellspende“ verstehen sich als Grundlage für die Zusammenarbeit aller Beteiligten und eine einheitliche Vorgehensweise im Bereich der Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation. Sie werden im ein- bis zweijährigen Turnus von einer durch das ZKRD einberufenen Kommission überprüft und überarbeitet, um die bestehenden Prozesse zu optimieren und dem Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik anzupassen. In dieser Kommission sind die Kooperationspartner und die medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften vertreten. Die anschließende Konsensfindung und Abstimmung stellt sicher, dass die vorgesehenen Änderungen und Ergänzungen auf einer breiten Zustimmung basieren. Die Version 10 dieser Standards wurde vom ZKRD im Dezember 2014 in Kraft gesetzt und veröffentlicht.

Die aktuelle Aufmerksamkeit richtet sich auf eine Streichung bei den Kriterien für die Aufnahme eines neuen Spendewilligen in eine mit dem ZKRD kooperierende Spenderdatei. Damit entfällt künftig die Frage nach der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe im Sinne der Hämotherapie-Richtlinien, die unter anderem für Homosexuelle ein erhöhtes Infektionsrisiko für sexuell übertragbare Erkrankungen sehen. Hintergrund ist, dass derzeit von den zuständigen Behörden und Gremien auf nationaler und EU-Ebene die Definition der Risikogruppen diskutiert und dabei auch das Sexualverhalten eines Spenders als Risiko für einen Empfänger neu bewertet wird.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die tatsächliche Spende von Knochenmark oder peripheren Blutstammzellen bleiben allerdings davon grundsätzlich unberührt. Die definitive Beurteilung der Spendereignung (nicht jeder potentielle Spender wird irgendwann auch tatsächlich spenden) orientiert sich in Deutschland immer an den zum Zeitpunkt der Spende gültigen Rechtsvorgaben. Diese basieren unter anderem auf den „Hämotherapie-Richtlinien“ und der „Richtlinie zur Herstellung und Anwendung von hämatopoetischen Stammzellzubereitungen”. In beiden Richtlinien ist festgelegt, dass bei der Beurteilung der Eignung zur Spende von Knochenmark und Blutstammzellen aufgrund ärztlicher Entscheidung nach individueller Risikoabwägung von einzelnen Voraussetzungen der Spendereignung abgewichen werden kann, wodurch unter anderem auch Homosexuelle von der eigentlichen Spende von Knochenmark und peripheren Blutstammzellen nicht generell ausgeschlossen sind.

 
2015-01-22_ZKRD_Geaenderte-Aufnahmekriterien-Blutstammzellspende.pdf (PDF, 41,9 KB)


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