Zusam­men­ar­beit mit Partnern

Die Suche nach einem geeig­ne­ten nicht ver­wand­ten Spen­der für die Trans­plan­ta­ti­on von Blut­stamm­zel­len ist ein kom­ple­xer Pro­zess, an dem vie­le Orga­ni­sa­tio­nen betei­ligt sind. Das ZKRD bil­det das Kern­stück des Sys­tems und ist der gemein­sa­me Ansprech­part­ner für alle am Pro­zess Beteiligten.

Part­ner auf natio­na­ler Ebene

Unter allen betei­lig­ten Orga­ni­sa­tio­nen auf natio­na­ler Ebe­ne müs­sen gewis­se Stan­dards ein­ge­hal­ten wer­den. Beson­ders Qua­li­tät, Sicher­heit und die ein­heit­li­che Vor­ge­hens­wei­se für die Abläu­fe rund um die Stamm­zell­spen­de sol­len so garan­tiert wer­den. Dafür wur­den die „Deut­schen Stan­dards für die nicht ver­wand­te Blut­stamm­zel­len­spen­de“ von ZKRD, Spen­der­da­tei­en, Such­ein­hei­ten, Nabel­schnur­blut­ban­ken und kli­ni­schen Ein­hei­ten erar­bei­tet. Mit die­sen Stan­dards sol­len die Inter­es­sen von Spen­dern und Pati­en­ten gewahrt und mehr Trans­pa­renz für alle betei­lig­ten Orga­ni­sa­tio­nen im In- und Aus­land geschaf­fen wer­den. Des Wei­te­ren die­nen sie in ers­ter Linie der Sicher­heit von Spen­der und Pati­ent und stel­len damit das ein­heit­li­che Fun­da­ment aller betei­lig­ten Insti­tu­tio­nen dar.

Sie möch­ten sich genau­er infor­mie­ren? Hier kön­nen Sie die „Deut­schen Stan­dards“ downloaden!

Spen­der­da­tei­en

Die Spen­der­da­tei­en wer­ben, regis­trie­ren und typi­sie­ren frei­wil­li­ge Blut­stamm­zell­spen­der. Sie lei­ten außer­dem die für die Suche rele­van­ten Spen­der­da­ten an das ZKRD wei­ter und füh­ren im Auf­trag des ZKRD wei­te­re Unter­su­chun­gen an Spen­dern für die Trans­plan­ta­ti­on durch. Sie ste­hen in Kon­takt mit den Spen­dern und betreu­en die­se auf dem Weg zur Spen­de und danach. Mit­hil­fe der Wer­bung Frei­wil­li­ger tra­gen die Spen­der­da­tei­en zur kon­ti­nu­ier­li­chen Erwei­te­rung des Daten­be­stands bei, der die Grund­la­ge für die Arbeit des ZKRD bil­det. Somit spie­len sie eine tra­gen­de Rol­le für die Leis­tungs­fä­hig­keit des gesam­ten deut­schen Stammzellspendesystems.

Such­ein­hei­ten

Die Such­ein­hei­ten sind meist an eine Uni­ver­si­tät, Blut­bank, Spen­der­da­tei oder an ein Insti­tut für Trans­fu­si­ons­me­di­zin ange­glie­dert und arbei­ten eng mit den behan­deln­den Ärz­ten und Gewe­be­ty­pi­sie­rungs­la­bo­ren zusam­men. Die Such­ein­hei­ten ertei­len dem ZKRD den Such­auf­trag und ent­schei­den oft­mals gemein­sam mit den behan­deln­den Ärz­ten, wel­cher der mög­li­chen Spen­der am bes­ten für den Pati­en­ten geeig­net ist.

Kli­ni­sche Einrichtungen

Die soge­nann­ten kli­ni­schen Ein­rich­tun­gen ste­hen in engem Kon­takt mit Such­ein­hei­ten, immun­ge­ne­ti­schen Labo­ren, Stamm­zell­spen­der­da­tei­en und dem ZKRD. Es gibt ver­schie­de­ne kli­ni­sche Ein­hei­ten, die unter­schied­li­che Auf­ga­ben übernehmen:

  • In spe­zi­el­len Ambu­lan­zen (Aphe­re­se­ein­hei­ten) wer­den Spen­dern peri­phe­re Blut­stamm­zel­len entnommen.
  • In spe­zi­el­len Abtei­lun­gen man­cher Kran­ken­häu­ser (Ent­nah­me­ein­hei­ten) wer­den Spen­dern Stamm­zel­len aus dem Kno­chen­mark entnommen.
  • In Trans­plan­ta­ti­ons­zen­tren wer­den dem Pati­en­ten die ent­nom­me­nen Stamm­zel­len ver­ab­reicht bzw. transplantiert.

Deut­sches Regis­ter für Stamm­zell­trans­plan­ta­tio­nen (DRST)

Das Deut­sche Register für Stamm­zell­trans­plan­ta­tio­nen wur­de 1998 als ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein gegrün­det. Es doku­men­tiert alle in Deutsch­land durch­ge­führ­ten Blut­stamm­zell­trans­plan­ta­tio­nen, trägt zur Qua­li­täts­si­che­rung bei und unter­stützt wis­sen­schaft­li­che Pro­jek­te. Die enge Zusam­men­ar­beit mit dem ZKRD zeich­net sich beson­ders durch die ein­heit­li­che Nut­zung der ZKRD-Infra­struk­tu­ren im gemein­sa­men Sitz in Ulm aus.

Inter­na­tio­na­le Partner

Nicht in jedem Land ist das Sys­tem der Stamm­zell­spen­de so auf­ge­baut wie in Deutsch­land. Das ZKRD koope­riert oft mit Stamm­zell­spen­der­re­gis­tern ande­rer Län­der, aber auch mit Stamm­zell­spen­der­da­tei­en oder ähn­li­chen Ein­rich­tun­gen. Als Platt­form für die­sen Kon­takt wird oft das EMDIS-Netz­werk genutzt.

Euro­pean Mar­row Donor Infor­ma­ti­on Sys­tem (EMDIS)

Das Euro­pean Mar­row Donor Infor­ma­ti­on Sys­tem (EMDIS) wur­de 1992 durch eine Gemein­schafts­in­itia­ti­ve des ZKRD und der Regis­ter in Frank­reich (Fran­ce Gref­fe de Moel­le) und Groß­bri­tan­ni­en (Antho­ny Nolan Trust) ins Leben geru­fen, um zunächst die euro­päi­schen Regis­ter mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen. Ziel war ein aktu­el­ler und ein­fa­cher Zugriff auf inter­na­tio­na­le Spen­der­lis­ten, ver­gleich­bar mit dem auf die loka­len Daten­ban­ken. Zudem soll­ten alle wei­te­ren Pro­zes­se der Anfor­de­rung von Leis­tun­gen und Über­mitt­lung von Resul­ta­ten elek­tro­nisch zwi­schen den Rech­ner­sys­te­men abge­wi­ckelt werden.
EMDIS ver­bin­det heu­te 32 Regis­ter welt­weit. Damit sind rund 90 % aller inter­na­tio­nal ver­füg­ba­ren Spen­der über EDMIS erreich­bar. Bei mehr als zwei Drit­tel aller Such­an­fra­gen wird von Regis­tern gesucht, die Teil von EMDIS sind.

World Mar­row Donor Asso­cia­ti­on (WMDA)

Die World Mar­row Donor Asso­cia­ti­on (WMDA) för­dert als welt­wei­te Dach­or­ga­ni­sa­ti­on die inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit bei Stamm­zell­spen­den und –trans­plan­ta­tio­nen. Zudem setzt und über­wacht sie welt­wei­te Nor­men und Sicher­heits­stan­dards bei der Stamm­zell­spen­de. Inner­halb der zahl­rei­chen Arbeits­grup­pen der WMDA für ver­schie­de­ne Berei­che enga­gie­ren sich auch Ver­tre­ter des ZKRD. So bil­det u. a. die im ZKRD ent­wi­ckel­te Soft­ware Opti­Match® das Herz­stück des WMDA Search & Match Ser­vices, mit des­sen Hil­fe alle inter­na­tio­na­len Regis­ter in der glo­ba­len Daten­bank nach geeig­ne­ten Spen­dern oder Nabel­schnur­blut­prä­pa­ra­ten suchen kön­nen. Auf die­se Wei­se pro­fi­tie­ren alle ange­schlos­se­nen Regis­ter von der Leis­tungs­fä­hig­keit und Fle­xi­bi­li­tät des Programms.

EBMT

Die EBMT, die euro­pä­si­che Gesell­schaft für Blut­stamm­zell- und Kno­chen­mark­trans­plan­ta­ti­on, wur­de 1974 gegrün­det, um den Erfah­rungs­aus­tausch zwi­schen Ärz­ten und Wis­sen­schaft­lern im Bereich der Stamm­zell­trans­plan­ta­ti­on zu inten­si­vie­ren. Der Daten­aus­tausch unter­stützt zudem die Ent­wick­lung und Durch­füh­rung inter­na­tio­na­ler wis­sen­schaft­li­cher Studien.

Inter­na­tio­na­le Spenderzahlen

Dank der uner­müd­li­chen Arbeit der Spen­der­da­tei­en wächst der Bestand unse­rer Daten­bank stets wei­ter. Die genau­en Daten fin­den Sie auf unse­rer Gra­fik zu den Spen­der­zah­len. Gra­fik ansehen

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